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Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 18. Juni 2010 die Wachstumsstrategie für den Tourismusstandort Schweiz verabschiedet. Ziel ist, das Potenzial des Schweizer Tourismus besser zu nutzen, um noch mehr Arbeitsplätze und Einkommen zu schaffen. Im Weiteren hat der Bundesrat die Vernehmlassung zur Revision des Bundesgesetzes über die Förderung von Innovation, Zusammenarbeit und Wissensaufbau im Tourismus (Innotour) eröffnet. Seilbahnen Schweiz unterstützt die vom Bundesrat verabschiedete Wachstumsstrategie vollumfänglich.
Das Tourismusland Schweiz ist in den letzten Jahren mit grossen Herausforderungen konfrontiert: - Allen voran mit der Notwendigkeit von tiefgreifenden Strukturbereinigungen in der zu stark zersplitterten und über weite Teile noch unwirtschaftlichen Tourismusstrukturen;
- Mit den veränderten Ansprüchen einer neuen Freizeitgesellschaft und einer immer globalisierteren Konkurrenz;
- Mit den gestiegen Anforderungen an die Qualität der touristischen Dienstleistungen und der damit notwendigen Qualifikation aller Beschäftigten.
- Mit der Notwendigkeit sich als Branche mit einer im Vergleich zu anderen Bereichen geringeren Wertschöpfung wirtschaftlich zu behaupten;
- Angesichts des Klimawandels die Zukunft eines besonders auf die Naturschönheiten und die einmaligen Landschaften verbunden mit noch intakten vielfältigen Kulturen setzenden Tourismus, zu sichern.
Die heute präsentierte Wachstumsstrategie für den Tourismusstandort Schweiz schätzen wir als eine gute und zweckmässige Antwort der Politik auf die erwähnten Herausforderungen ein.- Von Bedeutung ist dabei die Tatsache, dass der Bund damit nicht der Versuchung mit politischen Steuerungen, Regulierungen und Subventionen erliegt, die unternehmerischen Impulse und Eigenverantwortlichkeiten der Branchen ersetzen zu wollen.
- Die Hauptakzente seiner Tourismuspolitik sind aus Sicht des öffentlichen Verkehrs und der Bergbahnbranche richtig gesetzt, nicht zuletzt mit der Konzentration auf diejenigen Felder, welche die Wettbewerbsposition des Tourismuslandes Schweiz stärken und die Vermarktung im In- und Ausland sicherstellen. So verfügt die Schweiz beispielsweise bei den touristischen Bahnen über einzigartige Angebote wie den Glacier Express mit einer grossen internationalen Strahlkraft.
- Die Transportbranche und vor allem die Bergbahnen unterstützen die Absichten, dass mit der vorgelegten Wachstumsstrategie des Bundes primär diejenigen Aufgaben anvisiert werden, welche klar nur branchenübergreifend angepackt werden können. So stehen im Zusammenhang mit den Folgen des Klimawandels Herausforderungen an, welche zwingend eine koordinierte Vorgehensweise erfordern. Gerade die Bergbahnen mit Ihrem starken Winterangebot sind ganz direkt von diesen Entwicklungen betroffen.
- Neben der übergreifenden Vermarktung des Tourismuslandes Schweiz gehört dazu vor allem die Verstärkung der Förderung von Innovationsprojekten welche auch dem Aufbau einer Wissensplattform und der verstärkten Kooperationen mit Focus Kundenorientierung dienen.
- Mit der Zielsetzung, die Verbesserung der Rahmenbedingungen der Tourismuswirtschaft in der gesamten Bundespolitik zu berücksichtigen, erkennen wir die Chance auch der öV-Branche, in welcher der Freizeitverkehr ein immer höheres Gewicht erhält, sich erfolgreich den erwähnten Herausforderungen stellen zu können. Um den Bedürfnissen des Freizeitverkehrs gerecht werden zu können, muss der dafür nötige Spielraum geschaffen werden. So hat die öV-Branche beispielsweise mit den verlängerten Öffnungszeiten an den Bahnhöfen eine stärkere Rolle im Einkaufsverkehr übernehmen können.
- Die Nagelprobe der vorliegenden Wachstumsstrategie wird auch hier die Bereitstellung der dazu notwendigen finanziellen Mittel sein. Wir hoffen, dass der Bundesrat und später auch das Parlament ebenso zukunftsweisend handeln.
Was heute präsentiert wird findet deshalb die vollumfängliche Unterstützung des öffentlichen Verkehrs und der Bergbahnbranche.
Weitere Auskünfte: Peter Vollmer, Direktor VöV 031 359 23 35/079 318 02 35 Roger Baumann, Kommunikation VöV 031 359 23 15/079 270 10 00 Roman Weissen, Kommunikation SBS 031 359 23 14/079 239 41 00
Weitere Informationen: www.evd.admin.ch
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