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Wie wir bereits früher informiert haben, hat Peter Vollmer, der Seilbahnen Schweiz seit 11 Jahren als Dirktor erfolgreich geführt hat, infolge Erreichen des Pensionsalters sein Amt per Ende April 2011 zur Verfügung gestellt. Am heutigen 1. April 2011 übernimmt nun Ueli Stückelberger die operative Verantwortung als Direktor der Verbände SBS und VöV. Die Wahl zum Direktor von Ueli Stückelberger, ehemaliger Chef der Abteilung Politik im Bundesamt für Verkehr (BAV) durch die zuständigen Gremien beider Verbände, erfolgte bereits Mitte des vergangenen Jahres.
Dank an den bisherigen Direktor Peter Vollmer Nationalrat Dominique de Buman, Präsident von Seilbahnen Schweiz, würdigt die Verdienste von Peter Vollmer zusammenfassend wie folgt: „Peter Vollmer war in all den Jahren ein engagierter Direktor, eines der bedeutendsten Zweige des Tourismus. Sind doch die Seilbahnen der Schweiz die wichtigste touristische Leitbranche, vor allem des Wintertourismus.
Die grosse Arbeit, die Peter Vollmer während seiner elfjährigen Tätigkeit als Direktor für unseren Verband geleistet hat, wird über seine Zeit hinaus wegweisend bleiben. Ich möchte zusammenfassend erwähnen, welche Projekte auf politischer Ebene die Handschrift von Nationalrat Vollmer tragen, der immer auch ein touristischer Branchenvertreter war. Ich denke an das neue Seilbahngesetz des Bundes und die dazugehörenden Verordnungen, die neue Regional- und Tourismuspolitik des Bundes und die gesamte Palette der verkehrs- und tourismuspolitischen Fragestellungen, die in den letzten Jahren auf der politischen Agenda standen. Im Zeichen der internationalen Kooperation und Zusammenarbeit hatte Direktor Vollmer stets auch einen gewichtigen Einfluss in verschiedenen Gremien wie der Internationalen Organisation für das Seilbahnwesen (OITAF), namentlich als Präsident des Studienausschusses IV sowie der Internationalen Vereinigung der Landesverbände von Seilbahnbetreibern (FIANET). - Wir danken ihm für sein unermüdliches Engagement und hoffen, dass er unserer Branche auch in Zukunft verbunden bleibt.“
Willkommen dem neuen Direktor Ueli Stückelberger Wir nutzten die Gelegenheit zu einem kurzen Gespräch mit Ueli Stückelberger, dem neuen Direktor von Seilbahnen Schweiz (SBS), der inzwischen die operative Verantwortung als Direktor von Seilbahnen Schweiz übernommen hat.
Ab dem 1. April 2011 übernehmen Sie die operative Verantwortung des Verbandes Seilbahnen Schweiz (SBS) und Sie führen gleichzeitig auch den Verband öffentlicher Verkehr (VöV). Freuen Sie sich auf diese neue Herausforderung als „oberster Seilbähnler“? Ja, sehr. Ich freue mich riesig, mich aus einem andern Blickwinkel für die mir sehr sympathische Branche der Seilbahnen und des öffentlichen Verkehrs einzusetzen. Seit dem ersten März 2011 bin ich schon im Hause und konnte mich schon sehr gut einarbeiten, habe bereits mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine gute Basis der Zusammenarbeit gespürt und konnte auch mit verschiedenen SBS-Mitgliedern einen ersten Informations- und Gedankenaustausch pflegen. Nun, wie ich es schon anlässlich meiner Wahl gesagt habe: Ich habe aber nach wie vor Respekt von den kommenden Herausforderungen. Gemeinsam werden wir im Interesse der Branche mit vollem Einsatz engagieren.
Wie gehen Sie mit dem „Doppeljob“ um? Droht der SBS nicht von VöV-Anliegen verdrängt zu werden? Nein, keineswegs. Unser Land ist mit einem einzigartigen System des öffentlichen Verkehrs erschlossen. Diese Transportunternehmen verbinden unsere Städte untereinander, erschliessen die Agglomerationen und Regionen. Der touristische Verkehr, bei dem der Seilbahnbranche eine Schlüsselauftrag zukommt, ist für mich der zweite ebenso starke Pfeiler des Systems. Für mich ist der SBS darum in jedem Falle nicht der „zweite Verband“ sondern ein völlig gleichwertiger Verband. Ich stellte mich im Bewerbungsprozess auch ganz bewusst für diese Doppelaufgabe zur Verfügung. Ich werde den Beweis erbringen, dass ich mich mit Überzeugung für die SBS-Interessen einsetzen werde.
Sie kommen vom BAV, nun wechseln Sie die Fronten. Wie gehen Sie damit um? Für mich ist es kein Frontenwechsel, sondern ein Einsatz für die Seilbahnen aus einem andern Blickwinkel, aus Sicht der Verantwortungsträger der Bahnunternehmen. Die vertieften BAV-Kenntnisse und Erfahrungen helfen mir dabei sehr.
Sie hatten entscheidenden Einfluss bei der Erarbeitung des Seilbahngesetzes. Welche Überlegungen standen bei Ihrer Arbeit beim BAV im Vordergrund? Als damaliger Leiter des Rechtsdienstes war ich bei der Beratung in den parlamentarischen Kommissionen sehr stark eingebunden. Ich erachte das neue Seilbahngesetz als gut, namentlich dass statt bisher drei nur noch ein Verfahren bis zur Erteilung der Plangenehmigung notwendig ist. Dies ist eine wesentliche Vereinfachung gegenüber dem früheren Zustand. Im Vollzug sind noch Fragen offen, wie etwa Umfang der Sorgfaltspflicht usw. Diese Punkte erachte ich aber als lösbar.
Wo sehen Sie die grössten Herausforderungen für die Branche? Die Begeisterung der Jugendlichen für den Schneesport muss (wieder) vermehrt geweckt werden. Ich bin erstaunt, wenn ich feststelle, wie viele Kinder und Jugendliche nicht mehr oder kaum mehr Ski- oder Snowbaordfahren. Hier muss es SBS, seinen Regionalverbänden und den einzelnen Seilbahnunternehmen gelingen, den Zugang für Jugendliche (z.B. Schulklassen) zum Wintersport zu erleichtern. Es braucht zahlbare Angebote für Schulklassen, die für die Lehrkräfte logistisch ohne grossen Aufwand buchbar sind.
Haben Sie ein erstes Anliegen an die SBS-Mitglieder? Ja, es gibt Anliegen die bereits eingebracht habe und andere, die ich zur gegebenen Zeit formulieren werde. Zunächst wünsche mir im Sinne und Geiste der vergangenen 31 Tage die Fortsetzung der konstruktiven und engagierten Zusammenarbeit, bei der Wünsche, Anregungen, aber auch Kritik möglichst offen und direkt der Verbandgeschäftsstelle wie auch an mich persönlich herangetragen werden. Gemeinsam und miteinander, zusammen mit den Organen aller Stufen bei den Unternehmen in der Region, unseren Tourismusdestinationen wie auch den Mitarbeitenden am Dählhölzliweg und der Thunstrasse in Bern, werden wir ich mich für die touristische Leitbranche voll einsetzen. Nochmals, was mich betrifft, ich freue mich auf diese Herausforderung.
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