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Am Donnerstag, 21. Oktober 2010, wurde in Interlaken der vierte Seilbahn-Innovationspreis SwissMountain Award verliehen. Es handelt sich um einen nationalen Anerkennungspreis für herausragende Einzel- oder Gruppenleistungen aus der schweizerischen Seilbahnbranche. Anlässlich der Generalversammlung von Seilbahnen Schweiz (SBS) wurde in geheimer Wahl das Projekt Kinder-OL der Thunersee-Beatenberg-Niederhorn-Bahnen als Preisträger erkoren. In diesem Jahr wurde zusätzlich ein Sonderpreis in der Kategorie „Gestaltung und Architektur“ verliehen. Preisträgerin ist die Arosa Bergbahnen AG für die Architektur der Sesselbahn CARMENNA, entworfen 2001 von den Architekten Valentin Bearth, Andrea Deplazes und Daniel Landner.
Mit der öffentlichen Preisausschreibung SwissMountain Award aus der schweizerischen Seilbahnbranche werden vor allem Leistungen oder Projekte gekürt, die sich auf das Image und die Branchenentwicklung positiv auswirken und kontinuierlich ein Anreizverhalten für innovatives Schaffen fördern. In einer Sonderausgabe HOCHPARTERRE «Seilbahnwelten gestalten» sind die fünf Kandidaten vorgestellt, die von der Jury für das Urteil der Generalversammlung ausgewählt worden sind. Im Sonderheft ist weiter auch der «Sonderpreis für Gestaltung und Architektur», den die Jury den Arosa Bergbahnen verliehen hat — für die wirkungsvolle und beispielhafte Architektur der Sesselbahn CARMENNA — im Detail präsentiert.
Thunersee-Beatenberg-Niederhorn-Bahnen mit ihrem Kinder-OL ist Preisträger des SwissMountain Award 2010 Am Niederhorn werden drei OL-Trails mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden angeboten. Das Angebot richtet sich primär an Familien mit Kindern und Schulklassen. Es ist gratis, kann jederzeit ohne Voranmeldung genutzt werden und schafft eine attraktive Verknüpfung von Ausflug, Natur und Bewegung. Die Thunersee-Beatenberg-Niederhorn-Bahnen begeistern im Wandergebiet den Sportsgeist der Gäste und wecken sie für den Orientierungslauf. Diese kurzweilige Aktivität mit Kartenlesen und Laufen in der Natur macht Spass, eignet sich für die ganze Familie und schont die Umwelt. Die Bahnbetreiber bieten bewusst keine aufwendige «Fun und Action»-Installationen an, sondern bringen auf sanfte Art die Natur näher. Bezahlen muss man nur die Anfahrt mit der Bahn. Von der Beatenbucht am Thunersee führt eine Standseilbahn nach Vorsass, danach eine Gondelbahn (Gruppenumlaufbahn) zum Niederhorn. Die Idee stösst auf Anklang, auch bei OL-Läufern. Schon in der ersten Saison fanden 5000 Läufer auf dem Berg die orangen Posten.
Sonderpreis in der Kategorie „Gestaltung und Architektur“ Der «Sonderpreis für Gestaltung und Architektur» verleiht die Generalversammlung SBS den Arosa Bergbahnen für die wirkungsvolle und beispielhafte Architektur der Sesselbahn Carmenna. Die Jury des SwissMountain Award 2010, in dessen Rahmen der «Sonderpreis für Gestaltung und Architektur» verliehen wird, stellt fest: «Diese Stationen sind Gebäude nicht für die Repräsentation, sondern es sind Arbeitstiere, die den ökonomischen Bedingungen einer Unternehmung ebenso gehorchen müssen wie den präzisen technischen Abläufen der Seilbahn. Geschickt haben die Architekten rohe Materialien verwendet, wie wir sie von Industriebauten kennen. Diese aber gestalterisch sorgfältig und wirkungsvoll behandelt. So sind die Stahlkonstruktionen der Hallen innen vollständig mit breiten Tannenbrettern wie mit einem Futter ausgekleidet. Und das beste und günstigste Mittel für wirkungsvolles und dennoch günstiges Design ist die Farbe: Leuchtend gestrichen, neonrot unten und neongrün oben, strahlen die Futter vor allem an einem sonnigen Wintertag. Diese grelle Farbigkeit, die auch im hellen Sonnenlicht genügend Kraft hat, entspricht der schrillen Welt des Wintersports — sie ist gut gewählt.»
Die Fachjury nominierte nebst dem Gewinner die folgenden Projekte für die Endrunde des SwissMountain Award 2010:
Luftseilbahn Engelberg-Brunni AG - Luftseilbahn als Gesamtangebot Die Brunnibahn entfernt sich vom reinen Billettverkauf zur Anbieterin von echten Naturerlebnissen. Dank einem breiten Angebot (Klettern, Rodeln, Bräteln, Wellness, Wandern, Biken, Gleitschirmfliegen usw.) kann jeder Gast sein Erlebnis aus einem breiten Strauss auslesen und sich wohlfühlen. Alle Erlebnisse sind in die intakte Bergwelt eingebettet.
Niesenbahn AG- Stufenloses Reisen auf 2’336 m.ü.M. Die Niesenbahn investierte ca. 1,5 Mio. in einen zukunftsorientierten Gästefluss, der ein stufenloses Reisen für mobilitätsbehinderte Menschen ermöglicht: die unter Denkmalschutz stehende Talstation wurde mit einem modernen Kassenanbau, die Bergstation mit einem Behindertenlift für Rollstühle erweitert. Sämtliche Gästebereiche wurden rollstuhlgängig umgebaut.
Flughafen Zürich AG - Daumenkino in Standseilbahn-Tunnels Über eine Länge von 106 Meter werden in beiden Tunnelröhren 160 Bilder nacheinander gezeigt. Damit ein kinomatographischer Effekt entsteht, dürfen sie dem Betrachter nur für den Bruchteil einer Sekunde gezeigt werden, was mit stroboskopischen Blitzen erreicht wird. So erscheinen im einen Tunnel das „Heidi“, im anderen ein Fahnenschwinger – Swissness pur im Flughafen Zürich!
Zermatt Bergbahnen AG - Minergie P Restaurant Matterhorn Glacier Paradise Beim ersten Minergie P Restaurant Europas auf dem Klein Matterhorn wird mehr Energie erzeugt als verbraucht. Zudem ist der Betrieb CO2-neutral. Eine spezielle Kläranlage sorgt für eine umweltgerechte Aufbereitung der Abwässer. Die ganze Front des Gebäudes ist mit Sonnenkollektoren bestückt, welche auf dieser Höhe bei gleicher Fläche nahezu doppelt soviel Energie erzeugen als im Unterland.
Für Rückfragen: Roman Weissen, Kommunikation SBS Tel. 031 359 23 14 / 079 239 41 00
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